Unterstiftungen

Unterstiftung der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde

Die Unterstiftung der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde in der Haller Bürgerstiftung wurde 2005 errichtet. Ihre Stiftungszwecke ergänzen die gemeinnützigen Zwecke der Hauptstiftung, weil sie „konfessionelle Prägung, Kompetenz und Tradition der Jugendarbeit der Evangelischen Kirchengemeinde einbringen“. Gefördert werden vor allem Maßnahmen der evangelischen Jugendarbeit. Beispielsweise Veranstaltungen für Konfirmandengruppen wie die Diakonierallye mit verschiedenen Stationen in diakonischen Einrichtungen, der Konfi-Tag, Jugendveranstaltungen in evangelischen Kirchen oder erlebnispädagogische Schulungswochenenden.

Unterstiftung Bündnis für Schwäbisch Hall der Bausparkasse Schwäbisch Hall AG

Die Unterstiftung „Bündnis für Schwäbisch Hall“ der Bausparkasse Schwäbisch Hall AG besteht seit 2006. Im Jahr 2005 hatte die Schwäbisch Hall-Gruppe ein Projekt „BSH!-Bündnis für Schwäbisch Hall“ ins Leben gerufen. Ziel dieser Projektarbeit war die Entwicklung eines Konzeptes, das die gesellschaftspolitische Verantwortung der Schwäbisch Hall-Gruppe in die Unternehmenstätigkeit integriert. Ein wesentlicher Aspekt zur Verwirklichung des Konzeptes war die Errichtung dieser Unterstiftung, die die gemeinnützigen Zwecke der Hauptstiftung ergänzt. Im Vordergrund der Förderaufgaben der Unterstiftung stehen die Vergabe von Bürgerstipendien und Studienbeihilfen oder Beihilfen für Auslandssemester.

Unterstiftung Nachbar in Not

Es sind oft die Schicksalsschläge in Familien, die selbst leidgeprüfte Sozialarbeiter immer wieder berühren. Zwar gibt es in Deutschland ein vergleichsweise dichtes Hilfenetz von Staat und Wohlfahrtsorganisationen, jedoch fallen regelmäßig Menschen durch die Maschen des Sozialsystems. Eben deshalb, weil ihre Notlage keiner „Norm“ entsprechen. Auch im Haller Land. Hier greift das Hilfsangebot von „Nachbar in Not“ mit Spendengel-dern aus der Bevölkerung – zehn Jahre lang als Aktion von Haller Tagblatt, Stadt und Wohlfahrtsorganisationen, seit 2008 als Unterstiftung der Bürgerstiftung.

Dabei geht es um Fälle wie diesen:
Eine Mutter leidet an einer chronischen Knochen-krankheit. Diese wird durch einen Autounfall, den sie als Beifahrerin hinnehmen muss, nochmals verschärft. Nun wartet sie auf eine Schmerztherapie. Das ganze Leben der Frau war bisher von Schicksalsschlägen gezeichnet: Ihr Ehemann verunglückte schon vor Jahren tödlich, ein Kind starb kurz nach der Geburt. Sie ist froh, dass sie jetzt noch eine große Tochter als Stütze hat. Regelmäßig arbeiten kann die Frau wegen der chronischen Krank-heit nicht mehr, nach Abzug aller Ausgaben vom Arbeitslosengeld bleiben ihr rund 300Euro im Monat zum Leben. Dringend würde sie sich eine orthopädische Matratze gegen ihre Schmerzen wünschen. Aber die kostet mindestens 500 Euro und die zahlt ihr niemand. Jetzt hat sie sich deshalb an „Nachbar in Not“ gewendet– mit dem Hinweis, dass sie sich auf jeden Fall 100 Euro dafür vom Munde absparen wolle. Hier hat die Hilfsaktion sofort ge-holfen, um wenigstens die schlimmsten Schmerzen zu lindern.

Mit vergleichbaren Notlagen beschäftigt sich „Nachbar in Not“ seit 1998. Bisher in rund 1.500 Fällen mit mehr als 250.000 Euro an Spendengeldern aus der Bevölkerung. Oft handelt es sich dabei um Hilfen in Familien, so dass die Zahl der konkret profitierenden Menschen mit Sicherheit schon deutlich über 3000 liegt. Für die Haller Bürgerstiftung war klar, ihr Profil der Hilfe vor allem im Kinder und Jugendbereich auch auf den Rand der Gesellschaft ausdehnen zu wollen. Deshalb spüren die Macher von „Nachbar in Not“ den positiven Rückenwind, der mit großem Interesse aus dem Stiftungsvorstand in die neue Unterstiftung herüberweht. Nun geht es darum, neben dem aktuellen Spendenaufkommen auch den Kapitalstock von „Nachbar in Not“ weiter aufzubauen, damit die Aktion auf unbestimmte Zeithandlungsfähig bleibt. Im Jahr werden durchschnittlich 15.000 Euro gebraucht, um gezielt helfen zu können. Spenden sind sehr willkommen.

Unterstiftung Horst Kleiner-Stiftung 

Die Horst Kleiner-Stiftung, errichtet vom ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Bausparkasse Schwäbisch Hall AG, ist 2013 als Unterstiftung der Schwäbisch Haller Bürgerstiftung hinzu gekommen. Im Vordergrund, der zum Start mit 100.000 Euro dotierten Stiftung, steht die „ Zukunft für junge Menschen“, durch die Förderung Studierender und Studienabsolventen.  Erstmalig wurde im November 2013 der Horst-Kleiner-Förderpreis an den jahrgangsbesten Absolventen der Hochschule Heilbronn am Campus Schwäbisch Hall verliehen.

Der Förderpreis, der junge Menschen zum Studieren ermutigen soll und besonders gute Leistung anerkennt, wird nun jährlich verliehen. Ab 2014 ist dieser dann mit 5.000 Euro dotiert.