Beim AWO-Projekt ANSPORN Plus begleiten ehrenamtliche Mentorinnen und Mentoren Jugendliche beim Übergang von der Schule in die Berufswelt. Die Schwäbisch Haller Bürgerstiftung unterstützt die Arbeit mit 3.000 Euro. 

Die 60 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 und der Kooperationsklasse 9k der Gemeinschaftsschule im Schulzentrum West sind im Ausnahmezustand: Die nächsten drei Tage stehen nicht Mathe und Deutsch auf dem Stundenplan, sondern Bewerbungstrainings. Mit ihren Lehrern und mit Unterstützung von Mitarbeitern und Mentoren der Arbeiterwohlfahrt (AWO) haben die Jugendlichen professionelle Beratungsmappen für ihren Wunschberuf erstellt. Sie sind gut vorbereitet auf die simulierten Bewerbungsgespräche, die Vertreter von Haller Firmen und Institutionen mit ihnen führen werden. Die realitätsnahen Gespräche sollen die Schüler möglichst gut auf spätere „echte“ Bewerbungen vorbereiten.

Planspiel bringt neue Erfahrungen

Die rund 15 Firmenvertreter decken die Bereiche Soziales, Handwerk, Dienstleistungssektor und Industrie ab. Alle Schüler durchlaufen einen kompletten Bewerbungsprozess. Viele sind etwas nervös, freuen sich aber über die neuen Erfahrungen. „Ich hatte vier Gespräche und wäre jedes Mal genommen worden“, strahlt ein Schüler. Vor dem ersten Gespräch durchlaufen die Jugendlichen ein Assessment Center, in dem es um ihre persönlichen Stärken und Schwächen geht. Aber auch Sozialberatung und ein Sozial-Assessment sind Teil des Planspiels. Bei diesen Angeboten reflektieren sie ihr eigenes Verhalten – auch in einer Gruppe. „Viele Schüler können ihre Stärken und Schwächen sehr gut einschätzen und formulieren“, berichtet ein Firmenvertreter nach den ersten Gesprächen. 

Mit ANSPORN Plus Chancen auf dem Arbeitsmarkt entwickeln

Im AWO-Projekt ANSPORN Plus begleiten ehrenamtliche Mentorinnen und Mentoren an ausgewählten Schulen im Landkreis Schwäbisch Hall Jugendliche beim Übergang von der Schule in die Berufswelt. Die Jugendlichen sollen so ihre Zukunftschancen auf dem Arbeitsmarkt entwickeln und ihr Bildungspotenzial ausschöpfen. Bei der Scheckübergabe Anfang Juli bedankte sich Thomas Kuhn, Leiter der Gemeinschaftsschule im Schulzentrum West, bei der AWO und der Bürgerstiftung für die Unterstützung. Die Vielfalt der Kinder nehme immer weiter zu. Deshalb sei diese Art von Unterstützung für die Schulen so wertvoll. „Bei ANSPORN Plus geht es uns darum, dass jeder Schüler den für ihn passenden Beruf findet“, fasst Diplompädagogin Eva Beyerhaus zusammen, die das Projekt leitet und den Einsatz der Mentoren koordiniert.

Die Bausparkasse beteiligt sich maßgeblich an der Bürgerstiftung – finanziell und immateriell, indem sie zum Beispiel die Geschäftsführung stellt und sämtliche Verwaltungsaufgaben übernimmt.

Schülerinnen der Gemeinschaftsschule im Schulzentrum West nehmen den Scheck der Bürgerstiftung über 3.000 Euro zur Förderung der Berufsorientierung durch die AWO entgegen. 
Hintere Reihe: (v. l. n. r.) Isabell Mager (AWO), Thomas Kuhn (Schulleiter), Eva Beyerhaus (AWO), Thomas Preisendanz und Prof. Dr. Hannes-Hinrich Heißmeyer (beide Vorstand der Bürgerstiftung), Werner Hepp, Hubert Ackermann und Gabriel Riem (alle AWO)