Verehrte Freundinnen und Freunde der Bürgerstiftung,
herzlich begrüße ich Sie im Namen Ihrer Bürgerstiftung in diesem neuen Jahr. Ich hoffe, Sie haben es gut und gesund begonnen. Leider haben, wie ich weiß, einige von uns den Übergang von 2025 auf 2026 mit heftigen Erkältungen oder einer ebenso heftigen Magen-Darm-Infektion beginnen müssen (ich weiß in leidvoller Erinnerung, wovon wir da sprechen!). Da hoffe ich, dass diese Unbill jetzt überstanden ist.
Was bringt uns das neue Jahr? Wir wissen es nicht. Wir werden einen Landtag wählen und hoffen sicher gemeinsam, dass die Extreme an den Rändern gar nicht oder wenn doch, möglichst schwach vertreten sein werden. Wir freuen uns vielleicht auf die olympischen Winterspiele in Cortina/Mailand und die Älteren unter uns erinnern sich garantiert an Toni Sailer, „den schwarzen Blitz aus Kitzbühel“, der dort 1956 drei Goldmedaillen einheimste. Habe ich für diesen Mann als Bub geschwärmt!
Viele denken mit Blick auf Bundes- und Weltpolitik mit Düsternis und großer Sorge an die Zukunft, gespeist aus den Erfahrungen des vergangenen Jahres. Hoffen wir gemeinsam auf bessere Zeiten!
Vielleicht hilft ein Blick 250 Jahre zurück. Da erklärten sich die 13 nordamerikanischen Kolonien am 4. Juli unabhängig von der britischen Krone. In dem größtenteils von Thomas Jefferson formulierten Text heißt es gleich im zweiten Satz: „Wir halten diese Wahrheiten für selbstverständlich: dass alle Menschen gleich geschaffen sind; dass sie von ihrem Schöpfer mit bestimmten unveräußerlichen Rechten ausgestattet sind; dass darunter sind Leben, Freiheit und das Streben nach Glück…“.
Selbstverständliche Wahrheiten? Das waren sie damals ganz gewiss nicht, eher revolutionäre Forderungen, die es nicht einmal in der Hochzeit der attischen Demokratie für alle gegeben hatte.
Und heute? Selbstverständlich? Wo wir hinblicken, sehen wir dass sie es nicht sind. Das Recht auf Leben wird nicht allein in der Ukraine, sondern auch im Sudan mit Füßen getreten. Freiheit herrscht in einem nur kleinen Teil der Staaten dieser Welt und das Glück (gemeint damit auch Wohlstand) zu verfolgen ist einer großen, großen Anzahl von Menschen bis heute verwehrt. Das ist bitter, mehr als bitter.
Vor diesem Hintergrund wage ich zu behaupten, dass wir in Deutschland trotz aller Krisen und Widrigkeiten nicht nur gut, sondern immer noch sehr gut dastehen. Das sollten wir uns in den dunklen Stunden unseres Unmutes immer wieder vor Augen rufen. Und wir sollten das Unsere tun, um Leben, Freiheit und die Verfolgung des Glücks in unserem Land zu verteidigen, zu schätzen und zu schützen und vielleicht sogar auszubauen.
Sie sind bei dieser Aufgabe dabei – das weiß ich. Und dafür wünsche ich uns in diesem neuen Jahr Kraft, Gesundheit und die Macht des guten Willens und der Hoffnung!
Herzlich,
Ihr Thomas Preisendanz